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Prävention und Jugendkriminalität - welche Maßnahmen sind erfolgreich, welche nicht?
Ein spannender Artikel zum Thema Gewaltprävention: Überraschende Evaluationsergebnisse zu Methoden und Programmen der Prävention. So hat zum Beispiel das Programm zur Drogenerziehung an Schulen, das von Polizeibeamten und -beamtinnen durchgeführt wird, generell keine Wirkung. Erfolg versprechender sind längerfristig angelegte Maßnahmen mit höherer Häufigkeit und Intensität von Kontakten. Erfolgreich sind auch Programme, die auf einer breiten und umfassenden Vermittlung von Verhaltenstechniken und sozialen Fähigkeiten und Kompetenzen beruhen. Peer-counceling - eine populäre Methode der letzten Jahre - hat nicht nur keine Wirkung, sondern verstärkt das Problemverhalten noch zusätzlich: die Jugendlichen waren signifikant häufiger delinquent. Mediation wird ebenfalls als wirkungslos, doch wenigstens nicht als problemverstärkend beschrieben. Einen Verstärkungseffekt wird auch Anti-Gewalt-Trainings zugeschrieben. Programme mit Streetworkern können Delinquenz nicht verringern, in der Vergangenheit traten vielmehr tendenziell kontraproduktive Effekte auf.
Prävention und Jugendkriminalität - welche Maßnahmen sind erfolgreich, welche nicht?
aus: Fachzeitschrift der Aktion Jugendschutz Nr. 1/37. Jahrgang. Stuttgart, März 2001
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